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Letzte Aktualisierung: 09.12.2008

  1. Wieviel verdienen Ärzte in Europa?
  2. Der Pharmaskandal, Fortsetzung
  3. Der Pharmaskandal (Stern 46/2005)
  4. Die Ausgaben der Krankenkassen steigen explodieren

  1. Wieviel verdienen Ärzte in Europa? (06.03.2006)

    Aus den Aachener Nachrichten vom 06.03.2006 entnehmen wir einen interessanten Vergleich zum Thema Ärzteeinkommen. Damit sieht es offenbar für die deutschen Hausärzte/Algemeinmediziner gar nicht so schlecht aus, wenn man das Bruttoeinkommen aus kassenärztlicher Tätigkeit anschaut. Natürlich muss berücksichtigt werden, dass von diesem Wert in Deutschland noch die persönliche Versicherung und Steuern abgehen. Zusatzverdienste können für private Leistungen hinzukommen. Ob der Vergleich mit den anderen europäischen Staaten und den USA ohne Weiteres möglich ist, können wir nicht beurteilen.
    Verglichen mit anderen Akademikern erscheint es zumindest fraglich, ob ein besonderes Klagelied angebracht ist. Es ist offensichtlich notwendig, noch weitere Informationen zu bekommen, um so richtig urteilsfähig sein zu können. Wir werden uns in unserem Ortsverein intensiv um Aufklärung über dieses schwierig Thema kümmern.

    Ärzteeinkommen in Europa


    Ärzteeinkommen in Europa
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  2. Der Pharmaskandal, Fortsetzung

    Inzwischen geht ein weiterer Skandal durch die Schlagzeilen. Dieses Mal sind die Firma Trommsdorf aus Alsdorf und eine ganze Reihe Ärzte betroffen.
  3. Der Pharmaskandal (Stern 46/2005) (22.01.2006)

    In dem Stern, Ausgabe 46/2005 wurde sehr ausführlich über Praktiken eines Pharmaunternehmens berichtet. Hierin ging es um die Vergünstigungen, die einer Reihe von Ärzten und Apotheken gewährt werden (siehe Link "Der Pharmaskandal" pdf-Datei 1,8 MB). Wenn diese Praktiken von allen Unternehmen praktizirt werden, dann muss sich keiner wundern, dass die Arzneimittelkosten in Deutschland hoch liegen.
    Die Staatsanwaltschaft Ulm hatte mit Ermittlungen begonnen, ob die vom Stern beschriebene Unternehmenspraxis gegen das Strafrecht verstösst. Wie sich jedoch aus dem Deutschen Ärzteblatt und den Mitteilungen der Kaufmännischen Krankenkasse KKH ergibt, hat sich die Staatsanwaltschaft entschlossen, die Ermittlungen einzustellen. Zu diesem Entschluss siehe Komentare zum Einstellungsbeschluss der Staatsanwaltschaft.

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  4. Die Ausgaben der Krankenkassen steigen explodieren (24.04.2003)

    In der Wirtschaftwoche vom 24.04.2003 wird sehr kritisch untersucht, weshalb die Kosten für Arzneimittel drastisch steigen und wie Lösungsvoschläge aussehen könnten.
    Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass in Deutschland weniger als in anderen Ländern zu den Arzneimitteln zugezahlt werden muss (Diagramm links). Aus dem Diagramm rechts ist abzulesen, wie die Arzneimittelkosten auf die Blöcke "Hersteller, Apotheken, Verteiler (Grosshandel) und Steuer" verteilt werden. Der begriff "Rabatte für Krankenkassen" ist nicht näher erklärbar.

    In den vergangenen jahren (1998-2002) sind die Kosten um 40% gestiegen (von ca. 17 auf 23 Milliarden EUR). Um gegensteuern zu können, wurde eine Positivliste von der Bundesregierung erstellt, um die Medikamente von 40.000 auf 20.000 zu reduzieren (in anderen Ländern ist diese Liste wesentlich kleiner). Leider befinden sich in dieser Liste eine Reihe von sehr obskuren Produkten (von Homöopathen, Antroposophen, Pflanzenheilern) als Zugeständnis an die Die Grünen. Nach Untersuchungen von Experten könnten die Arzneikosten wesentlich gesenkt werden:
    • laut Arzneimittelrapport: um 4,2 Miliarden Euro
    • laut arznei-telgramm: um 6 Milliarden Euro
    • laut Berater K.Lauterbach: 8 Milliarden Euro
    Einen Teil dieser Einsparungen könnte erzielt werden, wenn
    • die Zuzahlungen für teuere Medikamente anstelle von preiswerteren erhöht würde,
    • die Unsitte der so genannten Pseudoinnovationen eingedämmt würde: das sind "Innovationen/Neuentwicklungen" alter Präparate durch hinzufügen unbedeutender, patentfähiger Bestandteile/Wirkstoffe,
    • die Anzahl der Apotheken verringert würde: in Deutschland 1 Apotheke auf 4000 Einwohner, in den Niederlanden 1 auf 10.000,
    • Rabatte von Grosshändlern an die Krankenkassen weiter geleitet würden,
    • der Versandhandel gesetzlich zugelassen würde, d.h. das Verkaufsmonopol der Apotheken für Medikamente würde aufgeweitet.
    Diagramme und Informationen aus Wirtschaftswoche 24.04.2003

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